Die Frage die sich jeder stellt: Hält es, was es verspricht?
MoobiCent (siehe auch:
Was ist MoobiCent) bewirbt sein Produkt mit hohen Datenraten, nämlich mit bis zu 7,2 MBit/s Downstream per HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und 1,45 MBit/s Upstream per HSUPA (High Speed Uplink Packet Access). Der Downstreamwert scheint jedoch aktuell in nur sehr wenigen Gebieten verfügbar, der Upstream per HSUPA befindet sich laut
Golem im grundlegenden Ausbau und soll bis Mitte 2008 in das aktuelle UMTS Netz integriert sein. Mit 3,6 MBit/s Downstream und 384 KBit/s Upstream soll man aktuell gängig per HSDPA surfen.
Ich befinde mich in mitten von München und surfe leider nur mit 3,6 MBit/s per HSDPA. Wo es die schnellere Verbindung geben soll, wenn nicht hier, findet man im Internet leider nicht. Auch Vodafone gibt auf seiner Homepage keine speziellen Informationen über den Ausbau der schnelleren HSDPA Variante. Dennoch, auch wenn hier aktuell lediglich das "kleine" HSDPA verfügbar ist: Kommt man wirklich in den Genuss von 3,6 MBit/s, d.h. einer Datengeschwindigkeit schneller als eine Festnetz DSL-2000er Leitung, wenn man mobil online surft?
Es gibt unterschiedliche Messverfahren zur Ermittlung der Verbindungsgeschwindigkeit. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die mit Hilfe vom Herunterladen und Hochladen von Datenpaketen die Geschwindigkeit ermitteln wollen. Hier ist man jedoch eher Abhängig von der Geschwindigkeit der Betreiber-Server, als von der eigenen Internetgeschwindigkeit. Außerdem sind solche Messungen teilweise fehlerhaft, gerade bei kabellosen Internetverbindungen wie WLAN und UMTS. Daher habe ich mich dazu entschieden, große Datenpakete von garantiert schnellen Servern hoch-, bzw. herunterzuladen.
1. Test: Download
Als Referenzdownload dient die 4.201,7 MB große OpenSUSE x86-DVD für Linux, bereitgestellt von
ComputerBase. Sämtliche Hintergrundprogramme (Skype, ICQ, Outlook, etc.), die die Verbindungsgeschwindigkeit beeinflussen können, werden für den Testlauf beendet. Vor dem Test starte ich das Notebook und die Internetverbindung neu.
Die Leitungen befindet sich im absoluten Ruhezustand, es bestehen keinerlei Ein- und Ausgehende Verbindungen.

Die ausgewählte, über 4 GByte große Datei, wird aufgerufen und im nächsten Schritt heruntergeladen.

Nach 100 MByte heruntergeladener Daten pendelt sich die Datenrate bei 343 KB/s ein.

2. Test: Upload
Zum Testen der Uploadgeschwindigkeit lade ich eine Datei auf einen High-Speed FTP Server.

Testergebnis
Die Downloadrate im HSDPA Netz von MoobiCent/Vodafone beträgt 3,6 MBit/s (3,6 MBit/s x 1.024 = 3686,4 KBit/s : 8 = 460,8 KB/s). Das Testergebnis liefert einer Rate von 343 KB/s (2744 KBit/s : 1024 = 2,6 MBit/s), demnach eine ca. 1 MBit/s schwächere Leistung, als das Angebot verspricht.
Kommen wir nun zum Uploadtest. MoobiCent bewirbt sein Angebot mit theoretischen 384 KBit/s (48 KB/s) per HSDPA. Im Test erreicht der Upload stolze 44 KB/s, demnach also 91% der versprochenen Leistung. Den Uploadtest hat die mobileDSL flat von MoobiCent bestanden.
2 Kommentare:
Hallo Valentin,
mit HSDPA und HSUPA wirfst Du jetzt verschiedene Sachen in einen Topf. HSDPA = High Speed Downlink Packet Access, HSUPA = High Speed Uplink Packet Access
D.h. HSDPA ist für die Downloadrate verantwortlich (bei Moobicent / Vodafone im Moment 3,6 Mbit/s, vereinzelt wohl auch schon 7,2). HSUPA steht für die Upload-Technik und ist - soweit ich weiß, in D im Moment noch nicht verfügbar.
Mein Fehler. Ich werde den Beitrag morgen korrigieren. Danke für Deinen Hinweis! Jetzt bin ich schlauer. ;-)
Gruß,
Valentin
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