Samstag, 27. Oktober 2007

Geschwindigkeits-Drosselungen bei MoobiCent

Die Gerüchteküche brodelt. Auf der einen Seite verärgerte MoobiCent Kunden, die ihren Zugang nicht mehr vertragsgemäß zu den versprochenen Geschwindigkeiten nutzen können, auf der Anderen ein Management, welches sich nicht dazu äußert. Und dabei haben wir doch alle im BWL Grundkurs gelernt, dass es sehr oft besser ist, zu seinen Fehlern zu stehen. Doch wer trägt nun eigentlich die Schuld? Ist es der Power-User, der täglich 10 GByte Traffic verursacht oder doch eher die Führungsetage, die bei der Berechnung eine Kommastelle falsch gesetzt hat?

Wer jetzt verwirrt ist, darf es sein. Zur Auflösung: Seit einiger Zeit debattieren recht viele Kunden von MoobiCent in diversen Online-Foren über eine angebliche Geschwindigkeits-Drosselung ihrer Anschlüsse. Das Unternehmen streitet aktuell eine offizielle Drosselung ab und verweist auf technische Probleme, gerade in Gebieten, wo MoobiCent stark genutzt wird. Dennoch, was mich an dieser Stelle etwas stutzig macht, ermöglicht MoobiCent betroffenen Kunden eine Sonderkündigung, d.h. das Recht zum vorzeitigen Vertragsende.

Warum das? Entweder meint es der Anbieter zu gut mit den verärgerten Kunden und möchte sie nicht weiter an einen zu langsamen Internetzugang binden. Die angesprochenen technischen Probleme sollten doch lösbar sein. Immerhin ist es doch aus wirtschaftlicher Lage besser, die Kunden zu halten (oder?). Ja,... jetzt kommt das große Oder! "Vielleicht" drosselt MoobiCent einige Kunden absichtlich und bietet ihnen anschließend, wie kulant, die Möglichkeit vorzeitig auszusteigen. Aber warum sollte MoobiCent das tun? Vielleicht, weil es Einige mit ihren Internetgewohnheiten übertreiben und die Begriffe Seeden und Leechen zum alltäglichen Leben dazugehören? Selbst wenn, kalkuliere ich als Unternehmen doch meine Kunden nicht alle als fromme Lämmer ein.

Ich bin gespannt, wie sich MoobiCent in Zukunft entwickeln wird. Aktuell bin ich sehr zufrieden mit dem mobilen Internet und kann (noch?) keine Geschwindigkeitsminimierung feststellen. An dieser Stelle möchte ich euch noch auf einen interessanten Artikel über die Drosselungsdebatte bei Onlinekosten.de aufmerkamn machen: http://www.onlinekosten.de/news/artikel/27349/0/Rätsel_um_HSDPA-Drosselungen_bei_MoobiCent

Wer aktiv an der dort stattfindenen Diskussion teilnehmen möchte, schaut sich den entsprechenden, mittlerweile 2.925 Antwort starken Forenthread unter http://www.onlinekosten.de/forum/showthread.php?t=99597 an.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Videoblog (Alternative Einwahlsoftware)

Folge 2: Alternative Einwahlsoftware

Das folgende Video beleuchtet die alternative Einwahlsoftware MWconn von Markus Weber. Das Programm ist nicht nur ressourcenschonender sondern bietet auch viele tolle Funktionen, wie u.a. die unkomprimierte Darstellung von Bildern und Grafiken. Für mich ist es ganz klar eine Alternative zur Vodafone Software.

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Mittwoch, 10. Oktober 2007

Videoblog (Erste Schritte)

Folge 1: Erste Schritte

Das folgende Video zeigt die ersten Schritte mit dem Umgang des mobilen Internets von MoobiCent und der Software von Vodafone.

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Dienstag, 9. Oktober 2007

Lieferengpässe

Aktuell warnt MoobiCent Neukunden vor der Bestellung einer PC-Express Card über eine dreiwöchige Lieferzeit. Ich vermute, dass dies durch die vor kurzem ausgelaufende Preis-Aktion, bei der die einmalige Anmeldegebühr entfiel, entstand. MoobiCent empfiehlt als Alternativhardware die sofort lieferbare und ebenfalls 99 Euro teure USB EasyBox lll.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Geschwindigkeitsmessung (HSDPA) in München Zentrum

Die Frage die sich jeder stellt: Hält es, was es verspricht?

MoobiCent (siehe auch: Was ist MoobiCent) bewirbt sein Produkt mit hohen Datenraten, nämlich mit bis zu 7,2 MBit/s Downstream per HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) und 1,45 MBit/s Upstream per HSUPA (High Speed Uplink Packet Access). Der Downstreamwert scheint jedoch aktuell in nur sehr wenigen Gebieten verfügbar, der Upstream per HSUPA befindet sich laut Golem im grundlegenden Ausbau und soll bis Mitte 2008 in das aktuelle UMTS Netz integriert sein. Mit 3,6 MBit/s Downstream und 384 KBit/s Upstream soll man aktuell gängig per HSDPA surfen.

Ich befinde mich in mitten von München und surfe leider nur mit 3,6 MBit/s per HSDPA. Wo es die schnellere Verbindung geben soll, wenn nicht hier, findet man im Internet leider nicht. Auch Vodafone gibt auf seiner Homepage keine speziellen Informationen über den Ausbau der schnelleren HSDPA Variante. Dennoch, auch wenn hier aktuell lediglich das "kleine" HSDPA verfügbar ist: Kommt man wirklich in den Genuss von 3,6 MBit/s, d.h. einer Datengeschwindigkeit schneller als eine Festnetz DSL-2000er Leitung, wenn man mobil online surft?

Es gibt unterschiedliche Messverfahren zur Ermittlung der Verbindungsgeschwindigkeit. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter, die mit Hilfe vom Herunterladen und Hochladen von Datenpaketen die Geschwindigkeit ermitteln wollen. Hier ist man jedoch eher Abhängig von der Geschwindigkeit der Betreiber-Server, als von der eigenen Internetgeschwindigkeit. Außerdem sind solche Messungen teilweise fehlerhaft, gerade bei kabellosen Internetverbindungen wie WLAN und UMTS. Daher habe ich mich dazu entschieden, große Datenpakete von garantiert schnellen Servern hoch-, bzw. herunterzuladen.

1. Test: Download

Als Referenzdownload dient die 4.201,7 MB große OpenSUSE x86-DVD für Linux, bereitgestellt von ComputerBase. Sämtliche Hintergrundprogramme (Skype, ICQ, Outlook, etc.), die die Verbindungsgeschwindigkeit beeinflussen können, werden für den Testlauf beendet. Vor dem Test starte ich das Notebook und die Internetverbindung neu.

Die Leitungen befindet sich im absoluten Ruhezustand, es bestehen keinerlei Ein- und Ausgehende Verbindungen.

Die ausgewählte, über 4 GByte große Datei, wird aufgerufen und im nächsten Schritt heruntergeladen.

Nach 100 MByte heruntergeladener Daten pendelt sich die Datenrate bei 343 KB/s ein.

2. Test: Upload

Zum Testen der Uploadgeschwindigkeit lade ich eine Datei auf einen High-Speed FTP Server.

Testergebnis

Die Downloadrate im HSDPA Netz von MoobiCent/Vodafone beträgt 3,6 MBit/s (3,6 MBit/s x 1.024 = 3686,4 KBit/s : 8 = 460,8 KB/s). Das Testergebnis liefert einer Rate von 343 KB/s (2744 KBit/s : 1024 = 2,6 MBit/s), demnach eine ca. 1 MBit/s schwächere Leistung, als das Angebot verspricht.

Kommen wir nun zum Uploadtest. MoobiCent bewirbt sein Angebot mit theoretischen 384 KBit/s (48 KB/s) per HSDPA. Im Test erreicht der Upload stolze 44 KB/s, demnach also 91% der versprochenen Leistung. Den Uploadtest hat die mobileDSL flat von MoobiCent bestanden.

Erste mobile Schritte

Mit Hilfe der Vodafone Mobile Connect Software richtete sich der Zugang selbstständig ein und suchte, nach erfolgreicher PIN-Eingabe, dass entsprechende Netz. Bereits zehn Minuten nach der telefonischen SIM-Karten Freischaltung, konnte ich zum ersten mal per UMTS und HSDPA im Internet surfen.

Anmeldung & Abwicklung

So sei es, ich habe mich für MoobiCent in Verbindung mit einem 24-Monats Vodafone-Vertrag entschieden (siehe auch: Was ist MoobiCent). Die Bestellung funktioniert sehr einfach über das Bestellformular auf der MoobiCent Internetseite. Einziger Kritikpunkt ist die nicht vorhandene Möglichkeit, eine abweichenden Lieferadresse anzugeben. Auch der Anruf an der Servicehotline änderte nichts daran. Den Versand übernimmt ein Subunternehmer, ich solle mich daher mit dem Zusteller GLS in Verbindung setzten, ihm meine Paketnummer und eine neue Lieferanschrift nennen. Da die Bestellung von mir am Wochenende ausgeführt wurde, erreichte ich leider nur den Anrufbeantworter der GLS-Hotline.

Am Montagvormittag darauf folgend, kontaktierte ich GLS. Leider war die Paketnummer noch nicht bekannt, ich solle doch bitte am Folgetag anrufen. Gesagt getan, gegen 11:00 Uhr Vormittags rief ich wieder an. Ich war etwas verwundert, als die Dame am Telefon mir sagte, dass sich das Paket bereits in der Zustellung befindet. Einerseits war die Abwicklung damit echt schnell, auf der anderen Seite befand ich mich in Leipzig, das Paket in München. Also was machen? Hm,... ich möchte doch so gern meinen neuen mobilen Internetzugang testen. Durch äußerst positive Zufälle war es mir dann möglich, am folgenden Donnerstag nach München zu fahren und als sehr netten Nebeneffekt meine MoobiCent Unterlagen in der Hand zu halten.

Paket geöffnet, SIM-Karte in die entsprechende PC-Express Karte eingelegt, Treiber installiert und los geht's! Pustekuchen, denn erst muss die SIM-Karte per MoobiCent Hotline aktiviert werden. Na gut, dachte ich mir, die fünf Minuten mehr, machen auch keinen Unterschied. Doch zehn Minuten nach Dienstschluss erreicht man leider auch keinen MoobiCent Hotline-Mitarbeiter mehr und eine computer-, bzw. internetgestütze Aktivierung gibt es leider nicht. Schade eigentlich, im Zeitalter der Technik und des mobilen Internets. Freitagmorgen, punkt 08:00 Uhr, ich war sicher der erste Anrufer an diesem Tag, funktioniert die Freischaltung per Hotline einwandfrei. Der Mitarbeiter sagte mir, ich solle mich mit der Aktivierung bitte ca. zwei Stunden gedulden und auch vorher noch keinen Einwahlversuch unternehmen.

Um ehrlich zu sein, hielt es mich keine zehn Minuten, den ersten Einwahlversuch zu starten. Weiter lesen Sie im nächsten Beitrag.

Der Weg zu MoobiCent

Mobiles Internet ist seit der Einführung der UMTS Technik ein ernstzunehmendes Thema. Seit einiger Zeit kann man mit vielen Mobiltelefonen zügig und teilweise auch bequem im Internet surfen. Problem an der ganzen Sache sind jedoch zu hohe Kosten und zu geringe Geschwindigkeiten für größere Down- und Uploads. Seit Anfang des Jahres rüsten sich daher die großen Mobilfunkanbietern mit der HSDPA und HSUPA Technik. Sie verspricht weit aus höhere DSL-ähnliche Datenraten. Doch ist der mobile Weg ins Internet eine echte Alternative zum Festnetz-DSL?

Genau diese Frage stellt sich die Computerzeitschrift CHIP in der Ausgabe 07/2007, indem sie unterschiedliche mobile Angebote testete. Für mich stellte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Frage, ob ein mobiler Internetzugang wirklich schnell, günsitg und nötig ist, da mir kein mobiles Endgerät zur Verfügung stand. Dennoch war das Ergebnis des CHIP-Tests klar: Aktuell gibt es in Deutschland lediglich einen Anbieter für schnelles (zum Testzeitpunkt: HSDPA) mobiles Internet ohne Daten- und Zeitbegrenzung zum monatlichen Festpreis, nämlich MoobiCent (siehe auch: Was ist MoobiCent).

Mit dem Kauf eines Notebooks Ende September 2007 stellte sich nun doch die Frage nach einem mobilen Internetzugang. Ausschlaggebend war ein schneller Internetzugang auf Reisen und an diversen Plätzen in ganz Deutschland. Auf zu MoobiCent, war die Devise.

Basiswissen: Was ist MoobiCent

Bei MoobiCent (eine Marke der Firma RadiCens GmbH) handelt es sich um einen Internetanbieter für mobilen Zugang ins Netz. MoobiCent bietet exakt einen Tarif mit der Bezeichnung "mobileDSL flat". Dieser Titel bezeichnet genau das Angebot, was der Anbieter vertreibt, nämlich einen mobilen Internetzugang mit DSL -ähnlicher Geschwindigkeit und ohne Zeit- und Volumenbegrenzung (Flatrate).

Um mit MoobiCent mobil oder auch stationär online gehen zu können, benötigt man neben einem abgeschlossenen 24-Monatsvertrag weitere Hardware. Hierbei entscheidet man sich zwischen einer PC-Express/PCMCIA Karte, vorwiegend für den mobilen Notebookbetrieb oder einer USB-Box, die an jeden Computer mit USB-Anschluss und den folgenden Betriebssystemen angeschlossen werden kann: WinXP/Vista/Mac OS X/PDAs

Die allerwichtigsten Grundvoraussetzungen sind jedoch die Netzabdeckung und der Empfang. MoobiCent arbeitet in Kooperation mit dem deutsche Vodafone-Netz, welches eines der bereits am stärksten ausgebauten Netze darstellt, v.a. für den mobilen Breitband-Zugang (schnellen, DSL-ähnlichen Zugang). Dabei kommen vorwiegend die Techniken HSDPA und HSUPA zum Einsatz. Beide nutzen das Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards UMTS. In HDSPA Gebieten (bei Vodafone: UMTS Broadband genannt), ist mit einem MoobiCent Zugang eine maximale Downloadrate von 7,2 MBit/s (912,60 KB/s) möglich. Die Uploadgeschwindigkeit per HSDPA ist mit 384 KBit/s (48 KB/s) angegeben. Vodafone ist jedoch bereits dabei, sein HSUPA Netz weiter auszubauen, welches auch von MoobiCent unterstützt wird.

Hierbei sind Uploadgeschwindigkeiten von 1,45 MBit/s (185,60 KB/s) theoretisch möglich,ein äußerst beachtlicher Wert, den nicht mal DSL 16.000 erreicht. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei nur um theoretische Werte, die Abhängig von diversen Einflüssen (Netzabdeckung, Wetter, Gebäuden, etc.) sind. Wo genau HSUPA von Vodafone bereits angeboten wird, kann man leider nicht erfahren. Die HSDPA Verfügbarkeit lässt sich hier genau ablesen. Selbst in Ortschaften mit 10.000 Einwohnern scheint HSDPA verfügbar zu sein.

Der Preis für die MoobiCent mobileDSL flat beträgt monatliche 39,95 Euro und eine einmalige Anschlussgebühr von 24,95 Euro (Stand: 7. Oktober 2007). Hinzu kommt die passende Hardware (siehe oben), die mit 99 Euro zu Buche schlägt. Sie lässt sich problemlos zinslos finanzieren.